04.2015

Teestube, Galerie, Konzerte und Lesungen
Schauenburgerstr. 4, 22880 Wedel, Telefon (04103) 85 057

JOACHIM RINGELNATZ

Achim Amme - Ulrich Kodjo Wendt
ECHT VERBOTEN!

Bio • Grafisch
Lied • Er®atisch

Joachim Ringelnatz – Original-Radierung Bernd LehmannRingelnatz ist ein Klassiker geworden, ein Dichter, den alle kennen, aber keiner liest. Zu Unrecht. Es gibt so viel mehr in seinen Büchern zu entdecken. Wie aber ist in der heutigen Zeit einem von den Massenmedien mit ständig neuem Material versorgten, oft zugeschütteten Publikum der Blick auf einen unterschätzten Dichter freizuschaufeln?

Wie können - weg von den üblichen Klischees, in denen der Dichter nur als Spaßvogel und Ulknudel vorgeführt wird - auch die verborgenen Seiten seines Wesens durchleuchtet und in angemessener Weise zum Vorschein gebracht werden? Dieser Aufgabe widmen sich in einem gemeinsamen Projekt der Autor, Schauspieler und Ringelnatzpreisträger Achim Amme, sowie der anerkannte Graphiker Bernd Lehmann. Unterstützt werden sie dabei von dem u.a. durch seine Filmarbeit mit Fatih Akin bekannt gewordenen Musiker Ulrich Kodjo Wendt.

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Foto ©Burkhard Battran

Das Anliegen der drei: Joachim Ringelnatz, diesen wunderbaren, mit einem großen Herzen ausgestatteten, rotzfrechen, immer für eine Überraschung guten Menschen, sowohl in seiner Tiefe, als auch in seinen literarischen, wie sonstigen Höhenflügen (und Abstürzen) einem breiteren Publikum näher zu bringen. In einer Zeit, in der die humanistischen Ideale zu verrotten drohen, eine „Generation Praktikum“ heranwächst, die in Anbetracht einer – nicht zuletzt durch die allgemeine Finanzkrise – ungewissen Zukunft mutlos zu werden droht, mit den entsprechenden Folgen für Staat und Gesellschaft, kann ein Blick auf Wirken und Werke von Joachim Ringelnatz Gold wert sein.

Er hat die Düsternis der Arbeitslosigkeit ebenso erfahren, wie Obdachlosigkeit und Gefängnis. Aber er hat nie den Mut verloren, sich immer wieder aufgerafft und seinen Weg beständig weiterverfolgt. Dass er dabei nicht den Nazis auf den Leim ging, ist ihm besonders hoch anzurechnen. Sogar als diese ihn schließlich mit Berufs- und Auftrittsverbot belegten, änderte das nichts an seiner Einstellung, gemäß dem eigenen Motto:

„Vergiss die drei nicht:
Treue, Wahrheit und Sinn für Schönheit.“

Vorverkauf im Reepschlägerhaus

Achim Amme

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1949 geboren in Celle
1968 Abitur
1968/69 1-jähriger USA-Aufenthalt als Austauschschüler
1969 Studium der Theaterwissenschaft, Philosophie u. Germanistik
(mehr Student, denn Studierender)
1972 Zeugnis der Bühnenreife Max-Reinhardt-Schule, Berlin
seit 1978 freier Autor (u.a. für die SZ) und Schauspieler
seit 1987 Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller
1995 - 2008 Lektor Hauptredaktion Fernsehspiel, ZDF
seit 1997 diverse Auftritte bei Film und Fernsehen (”Tatort”, “Stubbe”, “Bella Block” u.a.)
ausführliche Biografie

Text u. Fotos: © Ute Bautsch-Ludolfs

09.04.2015
19:30 Uhr
Eintritt 10,00 €

Christiane Lange

Vernissage 30. April 2015 19:30 Uhr

Im All 6 Öl auf Leinwand 60 x80

Ihre Passion für Malerei führte dazu, dass sie neben vielen Kunstschulen und Seminaren, die sie besuchte, ein zusätzliches Studium der Kunstgeschichte absolvierte. Zahlreiche Reisen führten sie während ihrer Ehe in viele Länder, deren Eindrücke sich in ihren Bildern widerspiegeln. Lange Zeit galt ihr Interesse der realistischen Malerei. Landschaften, Florales, Wasser und Wolken waren ihre bevorzugten Motive. Ausgehend vom Gesamtbild zogen sie einzelne Details mehr und mehr in die innere Struktur eines Motivs: Die Struktur eines Blütenblatts, auf dem Meeresgrund verankerter Tang, bewegte Strudel mit dahinter wachsenden Moosen. In diesen Bildern entwickelten sich nach und nach eigene Strukturen. Der realistische Ausgangspunkt des Bildes rückte zunehmend in den Hintergrund. So verschmolzen wahrgenommene, realistische gespeicherte Eindrücke zu geheimnisvollen Impressionen.

Blütenblätter 1 Acryl auf Leinwand 80 x 60Brandung am Fels Acryl auf Leinwand 100 x 70

Es geht nicht mehr um die Wiedergabe der Wirklichkeit, sondern um Transparenz und Lumineszenz. Die Bilder sind nicht mehr eindeutig, sondern mehrdeutig und bieten unserer Interpretation und unserer Phantasie Raum zur Entfaltung. Ein zweiter Themenschwerpunkt sind Wasser und Wolken. Die ständig wechselnden Erscheinungsformen, Sinnbild des Lebens, sind für C. Lange immer wieder ein Anreiz, einen Moment der ständigen Veränderung festzuhalten. Darüber hinaus ist der Kosmos in seiner unbegreiflichen Unendlichkeit und Vielfalt ein weiteres bevorzugtes Thema der Malerin. Sie arbeitet vorwiegend mit Acryl und Öl. Ihre Bilder wurden in verschiedenen Ausstellungen in Hamburg, Baden-Baden, Mannheim, Zaragossa und Los Angeles gezeigt.

Christiane Lange

chris portrait
Geboren in Ratzeburg, aufgewachsen in Hamburg, hat Christiane Lange nach vielen Stationen in Deutschland und dem europäischen Ausland seit 25 Jahren ihre Heimat in Hamburg Blankenese gefunden. Ihr Studium in Hamburg schloss sie mit Examen in Germanistik, Literaturwissenschaft und Erziehungswissenschaft ab, und war viele Jahre als Lehrerin tätig.

Dauer der Ausstellung
30. April 2015 bis 31. Mai 2015

 

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