10.2015

Teestube, Galerie, Konzerte und Lesungen
Schauenburgerstr. 4, 22880 Wedel, Telefon (04103) 85 057

    Duo LaVigna
    Theorbe und Blockflöte

    Christian und Theresia Stahl
    09.Oktober 2015
    19:30 Uhr

TU Museum

Festliche Barockmusik

Die Darstellung stilisierter Leidenschaften und seelischer Erregungszustände, von Bewunderung, Liebe, Hass, Verlangen, Freude und Trauer ist ein zentrales Thema der geistlichen und weltlichen Musik des Barock. Das Duo La Vigna bietet - klar und schlank im Klang sowie elegant im Zusammenspiel - seinem Publikum spannungsgeladene Interpretationen jener affektreichen Musik. Das Repertoire des Duos reicht dabei vom Frühbarock bis zum Empfindsamen Stil.

Klangliche Vielfalt

„Ob die italienische Musik besser ist als die französische, darüber gibt es eine große Kontroverse“, so schrieb der Franzose J.-J. Bouchard 1635 in Rom. Denn während die Franzosen eine konservative Musik der Regelmäßigkeit und Anmut pflegten, hatten die Italiener einen neuen Stil geschaffen: die „seconda prattica“, die auf dramatische und extrovertierte Weise die Affekte ausdrücken sollte. „Zu viel von der Tragödie oder von der Komödie“, wie die Franzosen fanden. Man solle sie aber dennoch nachahmen, fand der Franzose Mersenne, „denn es ist einfach, die Exklamationen zu mäßigen und sie an die französische Anmut anzupassen, um das, was sie an größerer Leidenschaft besitzen, der Schönheit, Reinheit und Süßigkeit der [frz.] Kadenzen hinzuzufügen“.

Der Weinberg

Wunderschöne Instrumente

Die Theorbe

Die „tiorba“ ist das größte Instrument der europäischen Lautenfamilie; sie besitzt bedeutend längere Saiten als die anderen Lauten. Die frei schwingenden Basssaiten (Diapasons) werden an einer Halsverlängerung mit eigenem Wirbelkasten befestigt. Von ca. 1580 bis nach 1750 war die Theorbe ein beliebtes Begleitinstrument; aus ihrer Entstehungsphase Anfang des 17. Jahrhunderts sind auch Tabulaturen für Solomusik erhalten.

Die Blockflöte

In der Zeit vor 1700 orientierte sich das Blockflötenspiel an der menschlichen Stimme. Eine Blockflöte mit einem entsprechend weichen und vollen Klang ist die Ganassi-Flöte, die u.a. auf eine der ältesten Blockflötenschulen von Sivestro di Ganassi um 1535 zurückgeht. Ab ca.1700 wandelt sich das Klangideal der Blockflöte. Um größere Unterschiede zwischen lauten und leisen Passagen machen zu können, werden Veränderungen an Kopfteil, Innenbohrung und den Grifflöchern vorgenommen. Dadurch entsteht ein vollerer und farbigerer Klang. Auch das Äußere der Blockflöte erscheint jetzt entsprechend dem Geschmack des Barock in reich verzierter Form. Neben der Altblockflöte in f‘ als dem beliebtesten Instrument der Blockflötenfamilie kommt um 1730 ein neues Instrument hinzu, auf dem auch das Repertoire der Oboe und Traversflöte gespielt werden kann: die Voice-Flute in d.

Duolavigna.de

Christian Stahl

stammt aus Pforzheim im Schwarzwald. Er studierte klassische Gitarre an der Universität der Künste Berlin. Während seines Studiums nahm er mehrfach an Kursen des Lautenisten Nigel North teil. Anschließend studierte er bei Björn Colell und Frank Pschichholz „Alte Musik / Laute“ an den Hochschulen für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden und „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Seit dem Zusammenarbeit u.a. mit Hans-Christoph Rademann, Niklas Trüstedt, Aufnahme mit dem “Neuen Bachischen Collegium”.

Theresia Stahl

ist gebürtige Dresdnerin. Sie studierte Diplommusikerziehung Blockflöte bei Prof. Christoph Huntgeburth an der Universität der Künste Berlin. Daran schloss sich ein künstlerisches Aufbaustudium bei Prof. Gerd Lünenbürger an. Während ihres Studiums nahm sie u.a. an Kursen bei Peter Holslag und Karel van Steenhoven teil.

09.10.2015
19:30 Uhr
Eintritt 10,00 €

Astrid Volquardsen

Nocturne – Wenn es Nacht wird

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Vernissage 15. Oktober 2015 19:30 Uhr

Die Künstlerin Astrid Volquardsen beschäftigt sich mit Dämmerungs-und Nachtbildern entlang der Elbe und des Hamburger Hafens. Durch die moderne künstliche Beleuchtung ergeben sich die unterschiedlichsten Lichtsituationen, die sie in Pastell- und Ölbildern umsetzt.

Zu sehen ist ein Wechselspiel aus den beleuchtenden Schiffen und Schleppern des Hafens und als Kontrast dazu die fast schon monochromen Dämmerungsbilder von der Elbe, wo sich Formen und Farben auflösen.

Astrid Volquardsen über sich

AstridVolquardsen-2015

Das besondere Licht der nordischen Küstenlandschaften mit seinen vielen Facetten beeindruckt mich immer wieder aufs Neue. Es zeichnet sich aus durch die Weitläufigkeit der Landschaft mit ihrem unendlichen Himmel und dem Farbspiel der Wellen.
Als Kontrast dazu beschäftigt mich der Hamburger Hafen mit seiner Formen- und Farbvielfalt, die ich gerne nur in Ausschnitten oder Details zeige. Schiffe, Kräne und Schlepper sind durchdrungen vom atmosphärischen Licht und ruhen nie, wie das ständig wechselnde Licht.

Mit der Pastellmalerei habe ich das ideale Medium gefunden, um diese Lichtverhältnisse bildnerisch umzusetzen. Pastellbilder leben von dem Übereinandersetzen mehrerer Farbschichten. Hierin liegt für mich der große künstlerische Reiz: Mit welcher Kombination der Farbpigmente erziele ich die Wirkung von Licht und Schatten? Im Arbeitsprozess werden ständig Farbschichten aufgebaut und entfernt, bis die Lichtsituation eingefangen ist und das Bild seine Leuchtkraft entfaltet.

Meine Bilder entstehen aus der direkten Beobachtung vor Ort, die ich in Skizzen und Fotos festhalte. Wenn möglich male ich auch Plein Air (direkt draußen) mit meiner Staffelei und einer kleinen Auswahl an Pastellen und neuerdings auch in Öl.

Da dies aber nicht immer möglich ist, entsteht ein Großteil meiner Bilder im Atelier.

Preisträgerin des Bronze Medal Awards des Pastel Journals (USA) von 2013 sowie des Daler&Rownney Awards (2013) der Pastel Society UK in den Mall Galeries London

Dauer der Ausstellung
15. Oktober 2015 bis 29. November 2015

 

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