Mehr als nur ein dummes rundes Ding

Ulli Engelbrecht lädt mit seiner popliterarischen RetroLeseShow zum Rücksturz in die 1970er- und 1980er-Jahre

13. Oktober 2017 – 19:30 Uhr
10,00 €

Liebesnöte, Aufbruchstimmung, Hörexzesse, traumatische Erlebnisse – all dies steht im Zentrum der popliterarischen Lesung von Ulli Engelbrecht unter dem Motto „Mehr als nur ein dummes rundes Ding“. Und vor dem geistigen Auge des Publikums rotieren dazu still und unaufhörlich diese schwarzen runden Dinger, die Rock-, Pop- oder Schlager Schallplatten. Sie transportierten jene Musik, die die Gefühlswelt der jungen Menschen in den 1970er- und 1980er-Jahren kräftig aufmischten.

Engelbrecht nimmt die Zuhörer ans Händchen und plötzlich sind sie gemeinsam mittendrin in der sturmfreien Bude, in der der Autor zum endlosen Hören einer T.Rex Platte gezwungen wurde. In einer anderen Story erzählt er vom Musikmachen mit Gottes Segen oder darüber, wie es möglich war, dass Emerson, Lake & Palmer das Interesse an den Schulmädchen-Reports befeuerten. Er berichtet zudem über eine dämonische Disco-Nacht, schildert die Folgen, die eine störrische Gasetagenheizung verursacht, lässt eine Single aus ihrem Leben plaudern oder sinniert über die Frage, ob man sich gegen eine etwaige Nonstop-Berieselung im Jenseits wappnen kann. Die Ereignisse und Eindrücke von damals bis heute nennt Ulli Engelbrecht liebevoll „Gedankenschrott“. Den kramt er nur zu gerne aus den Tiefen seines Hirns, um ihn in Büchern oder bei seiner LeseShow abzufahren. LeseShow? Nun, dafür steht ein bunter Bühnenraum und der Original Sony-Ghettoblaster-Cassettenrecorder, dafür sorgen die längst vergessenen Trailer und O-Töne, die er zusätzlich zu den Storys präsentiert, damit die Erinnerungsrolle rückwärts für alle Anwesenden wirklich gut gelingt. Und wer dann auch noch beim Quiz die richtigen Antworten weiß, gewinnt sogar echte Schallplatten!

Ulli Engelbrecht, Jahrgang 1957, gebürtig aus Bochum, lebt als multifunktionaler Öffentlichkeitsarbeiter, Autor, Vorleser und bekennender Nostalgie-Experte in Hamburg. Der erste beeindruckende Popsong seines Lebens war „Penny Lane“ von den Beatles. „Sie regte meine Phantasie beim Lego-Spiel an und förderte früh und nachhaltig mein Interesse an jeglicher Tonkunst von Klassik bis Hardrock, Beatmusik bis Pop, Schlager bis Jazzrock“, sagt er und fügt hinzu: „Wenn einem so viel Musik im Leben kredenzt wird, muss man einfach darüber schreiben, was sie in den langen Jahren gefühlsmässig in einem auslöste.“

Veröffentlichungen:
2014: „Mehr als nur ein dummes rundes Ding“
(BoD, Paperback, 124 Seiten, ISBN 978-3-7322-5038-7)
2009: „Samtcor1310 Strass & Soundgewitter“
(BoD, Paperback, 184 Seiten, ISBN 978-3-7357-5760-9)
Ulli Engelbrecht im Netz: www.ulli-engelbrecht.de
Fotos: Volker Beushausen: www.beushausenbild.de

Kunst & Frevel – Open Air – Jörg Schwedler & Sven Kamin

wenn Das Wetter es zulässt open air, sonst drinnen

30.06.2017 – 20:00 Uhr – Eintritt 10,00 €


Bereits zweimal verwandelten Sven Kamin & Jörg Schwedler den Garten des ehrenwerten Reepschlägerhauses in eine literarische Open Air-Bühne. Lyrik, Prosa, Slampoetry – gelesen wird die gesamte Bandbreite der Live-Literatur. Auch 2017 wieder.

Sven Kamin

ist als Slampoet, Moderator und Journalist bekannt. Mit seiner eindrucksvollen Bühnenpräsenz und seinen intensiven Texten hat der 35-jährige Bühnendichter unzählige Poetry Slams gewonnen und beim Finale der niedersächsischen Meisterschaften 1100 Zuschauer in der ausverkauften Staatsoper Hannover in seinen Bann geschlagen. Er gehört zu den profiliertesten Stimmen der Poetry-Slam-Szene, die längst den Weg auch in die großen Hallen und TV-Shows gefunden hat. Kamin wurde 2012 erster NDR Slam op Platt Weltmeister wurde und kämpfte sich 2008 in Zürich und 2012 in Heidelberg ins Finale der Deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften. Er holte den den Goldenen Kloppstock Hamburgs 2011 und 2012 und ist erster und amtierender Bremer Rap-Slam-Sieger – www.svenkamin.de

Jörg Schwedler

ist 1977 in der Altmark geboren, verbrachte seine Kindheit im Ostblock und schreibt trotzdem seit der Jahrtausendwende Kurzgeschichten, Satire und wenn es ganz schlimm kommt auch Lyrik. 2004 entdeckte er die Bühne für sich und die Bühne entdeckte ihn. 2005 kam er über Düsseldorf nach Hamburg. Seitdem trat er bei hunderten von Lesungen & Comedy-Shows auf. Ob politische Satire, Stand-up oder absurde Prosa: Schwedler ist Storyteller. Er berichtet über alltägliche Situationen, Missgeschicke und Peinlichkeiten – mal laut, mal leise aber immer brüllend komisch. Dies tat er bereits auf ehrwürdigen Bühnen und Festivals wie z.B. Thalia-Theater, Ohnsorg-Theater, Ernst-Deutsch-Theater, Alma Hoppe Lustspielhaus, PolittBüro, den Hamburger Kammerspielen, Volksbühne Berlin, Dockville Festival, Wacken Open Air (W.O.A.) – Schwedler lebt seit 2013 in Lüneburg. – www.joergschwedler.de

Kartenvorverkauf ab 12. Juni im Reepschlägerhaus und Buchhaus Steyer in Wedel

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